Gedichte?

Na ja, "Worte in Versen"...



Eine  notwendige Klarstellung vorweg: Ich bin Deutscher. Mit den Mitgliedern der herrschenden Klasse habe ich nichts zu tun. Sie sprechen und handeln keinesfalls in meinem Namen!


 




Mein Schmerz! Mein Hoffen …

 

„Fliege, mein Herz,“ weit weit fort über´s Land,

wo noch noch Kraft und Liebe die Seelen durchströmt:

Hier herrscht Verrat in bied´rem Gewand

Über Volk, zur Verbrauchermasse entmannt,

und die Freien werden verfemt.

 

Schweige, mein Hirn, denn ich ertrage nicht mehr

die erstickende Macht profitab´len Wahns:

Aller Wert nur noch Ware, preiswert und leer,

trägt die Erde am weltweiten Spaßkauf so schwer

und die Tiefe verstummt bald ganz.

 

Aber horch! Hör doch:

Spürst Du, riechst Du,

wie Schneeflockentanz in der Luft liegt?

Wind sich dreht und Raunen geht

vom uralten Kräftewalten –

Beliebigkeit überwabert wohl wie unabwendbar die Welt –

und fällt

doch in nichts auseinander

und ein „neuer Frühling

wird wieder kommen, so wie´s früher einmal war“:

 

Eile, mein Mut, heim zurück in das Land,

wo die Geister umweben noch Baum und Stein:

Tief aus der Zeit, wie Wogen zum Strand,

schlägt ein Puls, der zuletzt die Planierung doch bannt

und frei wird das Land wieder sein ---


(von der Musik-Lichtscheibe "Endlich frei ...")

 


Frühling


Horch doch, die Schneegänse kommen heim,

ruft mein Schatz, und wirklich, schon seh´ ich sie

in großen Keilen nordwärts zieh´n,

wie wird mir ums Herze da seltsam froh und weh:


Frühling kehrt ein, war der Winter auch schwer.

Frühling kehrt ein und noch leben wir.


Bevor die Sonne den Dunst durchbricht,

jubeln Vögel den neuen Tag herbei.

Reif schmilzt, Schneeglöckchen blühen schlicht,

der Nornen Gespinst glänzt wieder unter´m Blau:


Frühling kehrt ein, war der Winter auch schwer.

Frühling kehrt ein und noch leben wir.


Bald schreitet Freya über das Land

und segnet die Kraft, die in der Erde schlief,

werdende Kinder an ihrer Hand,

die lieb´volle Lust hierher ins Diesseits rief:


Frühling kehrt ein, war der Winter auch schwer,

Frühling kehrt ein und noch leben wir.


Ostara tuscht mit leichtem Strich

zartes Grün auf Wiese, Wald und Feld.

Alles freut sich unbändig,

weil Völvas Spruch sich wieder neu erfüllt:


Frühling kehrt ein, war der Winter auch schwer.

Frühling kehrt ein und noch leben wir.


Nachts lodern Feuer himmelwärts,

aus freien Kehlen steigt froh ein Schrei.

Vergessen ist aller Dunkelzeitenschmerz,

das Leben wird wieder licht und frei:


Frühling kehrt ein, war der Winter auch schwer.

Frühling kehrt ein und noch leben wir...

 



Märzsonnen

 

Märzsonnen war´s und ein Morgen

und da stand nun seitab dieses kleine Haus:

Zwischen Vogelsang und Holunder geborgen,

aus zwei Kaminen wirbelte Rauch.

 

Aus der Thür trat der Mann zu schlagen

und schwang das Beil über´m zähen Holz

und dachte ans fernverwurzelte Ragen

der Föhren grüntragender Stolz.

 

Bis  `was Rotes lichtet sein Sinnen,

das war sein Mehr und sein Zweites Gesicht:

Ganz nah´ und spricht und wieder nach drinnen –

war´s nur „Zum Kaffee“ und doch rief sie nicht?

 

Und er legt das Beil ruhig zur Seiten

Und folgt ihr gelassen gleich nach:

Nicht mehr – und doch wie verwunschener Zeiten,

denn mir schien ein Traum heut´ wohl auch,

denn mir schien ein Traum heut´ wohl auch - -


(von der Musikkassette "Straßenmusik")

                                                                                                 


Festansprache - zum 150sten Jahrestag der ´48er Revolution,

von Dr. Helmut Joschka-Schröder-Schmalz-Süßmuth:


Wir steh´n für Menschenwürde und -recht,

wer gegen uns ist, ist daher zwangsläufig schlecht,

denn wir sind - ganz bescheiden - die Erben der alten,

geschichtlichen Freiheits-Lichtgestalten.


Man muß sie nur zeitgemäß interpretieren

und sich selbst schamlos hochstilisieren

und schon werden aus uns feisten Mitläufergecken

todesmutige Freiheitsrecken:


Und die feiern heut´ die Revolutionäre,

die längst tot und ungefährlich sind;

wir, die erfolgreichsten Reaktionäre,

die man stets auf der Siegerseite find´t.


Wir haben das Land uns zur Beute gemacht,

unter einen Hut die Gewalten gebracht,

wir sind florierende Unternehmen,

bei uns kommt man unter für ´s ganze Leben.


Niemals können wir pleitegeh´n,

wir müssen für keine Schuld einsteh´n,

unentwegt propagier´n wir die "Eine Welt"

voller Massenspaß und regiert vom Geld.


Nur diese romantischen Radikalen

stören uns ärger als alle Rivalen:

Wir erklär´n sie gemeinsam zu Feinden der Freiheit

und attestieren einander demokratische Reinheit


und feiern dann die Revolutionäre,

die längst tot und ungefährlich sind;

wir, die erfolgreichsten Reaktionäre,

die man stets auf der Siegerseite find´t.


Naja, `89 ging´s beinahe schief,

als drüben das Volk "Einig Vaterland" rief -

hüben hörte es wohl erst ungläubig zu

und erwachte dann auch aus satter Ruh´:

Und "in den Armen lagen sich beide

und weinten vor Schmerzen und Freude" -

dieses Volk war eins einen Augenblick

und alle Zerrissenheit - wie ein Spuk - weg!

Oh Schreck!

Unser Besatzungsbefreierfreundmachtmonopol - weg!

Unser potentiellmassenmörderischvolkstherapeutischesvormundschaftsrecht - weg!

Unser Daseinszweck - alles weg!


Doch wir fingen uns schon bald,

das Rezept ist alt:

Was man nicht verhindern kann,

führt man einfach selber an!


Und als die zwei Michel vom Rausche erwacht,

hat die Freiheit ihnen Angst gemacht.

Schnell vergaßen sie all uns´re Schweinerei´n

und fielen erneut - wie gehabt - auf uns Heuchler rein:


Und wir feiern wieder die  Revolutionäre,

die längst tot und ungefährlich sind;

wir, die erfolgreichsten Reaktionäre,

die man stets auf der Siegerseite find´t ...


Aber die Deutschen, die es noch sein wollen, ahnen:


Unser Traum ist nicht aus,

nur der Winter so lang,

einmal sind wir zu Haus

vor uns selbst nicht mehr bang:

Einmal gehen wir g´rad

unser´n eigenen Weg

und im Weltenakkord

klingt auch deutsches Lied.


(unter Verwendung zweier  Friedrich-Schiller-Verse von der Lichtscheibe "Endlich frei ...")


 

 

Auf heut´!


Manchmal noch pust´ ich an Regentagen

Staub von den alten Farben,

lese zerbroch´nen Glücks Scherben,

begrüß´ meine greisen Fragen,

 

die mich schon lang´ nicht mehr plagen,

seit nicht Gestern mein Heute vergrault.

So mich ein Zweifel anbellt,

laß ich von Bäumen mir sagen,

 

wie nach langem Herbste grüner tragen,

als ich den Sommer gesehen.

Möchte´ ich durch Tauwiesen gehen

und athmen Pfingstrosengaben.

 

Kristalle wie Funkelwein laben,

Tropfen auf kühlen Blumen,

bunte Käfer auf Krumen

und tausend Vögel hell schlagen.

 

Dämmert das Abendrot, jagen

Mauersegler pfeilschnell nieder.

Stürzen und fangen sich wieder,

nie landen auf staubigen Pfaden.

 

So lausch´ ich dem Wind von Sommertagen

und wach´ zwischen Bäumen und Träumen,

die meinen Weg grün säumen,

erwarte leicht meiner Steine Fragen …

 

 

Brachmond - -

 

Von Sonne durchglüht

der Staub meiner Wege.

In flimmerndem Grün und Blau

rote Tupfen von Mohn und

Kornblumensterne.

Immer schaue und entdecke ich neu:

Der Duft von reifendem Korn und  wilder Kamille

läßt mich  Wolken zu segeln

und kündigt den Sommer  an:

Lerchen jubeln und

die Erde verläßt mich nicht...



Ernting

 

Frisch weht Wind heute aus Südwest,

riecht, als hätt´ er die See geküßt.

Wolkensegel zieh´n ihre Bahn,

fängt das Herz unter´m Blau frei zu athmen an

und Du fragst: “War je Meinung der Rede wert?“,

wenn das Brausen des Lebens durch´s  Blut Dir fährt.

 

Am Apfelbaume Zweig und Ast

biegen sich unter süßer Last.

Bauern fahr´n ihre Ernte ein,

Kornduft durchzieht die Luft ganz fein –

da spürst Du beglückend der Erde Kraft,

die nach einzig wahrem Gesetze schafft.

 

Schwalben stürzen ins Himmelsmeer,

sausen, als wär´ es nichts, hin und her;

fliegen bald schon dem Sommer nach,

kein Herbst, der ihnen das Herz je brach.

Doch neidlos schaust Du ihrem Spiele zu,

find´st im Zeitenlauf endlich Deine Ruh´.

 

Dem Ernting, der uns so reich beschenkt,

sei für jeden Tag gedankt

und die Nächte unter dem Sternenzelt

kauft kein Geld der ganzen Welt:

Woll´n die Ränke des Nichts uns auch niederzieh´n,

die Sonne wird uns immer neu aufgeh´n.


(von der Musiklichtscheibe "Der Kreis schließt sich", in Arbeit)


Kraniche


Kraniche zieh´n

wieder nach Süden zu.

Soviele sah ich noch nie

und bleib verzaubert steh´n

voll Lust und Weh.

 

Ihr Fußballspiel

vergessen die Kinder da

und schau´n den Vogelkeilen nach.

Erzählt von fernem Ziel

manch heis´rer Schrei.

 

So kalt und klar

athmet der Fluren Hauch.

Im Westen brennt der Abendschmauch

und wieder wird, was war,

zur Ahnung auch.

 

Sommer zog schnell

vorbei wie die Vögel dort.

Erkenntnis ist ein frost´ger Hort

und kommt der Frühling hell,

was glüht noch fort?


(von der Musik-Lichtscheibe "Endlich frei ...")

 

Wieder ein Jahr (Spandauer Schweigen)


Wer hält nur die Zeit,

uns so stürmisch fortreißt

wie Herbstlaub,

doch nicht heim zur Erde wieder,

sondern auf in immer noch kältere Höh´n,

wallt unter uns nur uns´rer Irrwege Staub.

 

Wir werden nicht weiser,

nur stets noch verwaister,

zu wissen

scheint längst schön als Glaube entlarvt

und Wahrheit gilt g´rad´ wie die Mode mengt,

selbst vor´m Selbst noch Blenden fall´n müssen.

 

Wie schwer klingen Lieder

im Heimatlos wieder,

wo Sprache

der Phrase seit je unterliegt,

heißt´s weiter zu tanzen auf dünnstem Eis

über´m Schlund allgemein-seichter Lache.

 

Zu fremd in der Zeit,

uns so haltlos mitreißt,

wie Herbstlaub

doch immer zu Boden nieder,

wird nach kurzem Flugrausch in kühlere Höh´n

wer träumt, leicht der stets gleichen Meute Raub.


(von der Musik-Lichtscheibe "Weite Fahrt")


 

 Das Lied der Deutschen ab dem Jahr 2013


 

Volksvertreter und die Medien hetzen gegen´s eigene Volk,

wenn es fest zum Schutz und Trutze brüderlich zusammenhält:

Von dem Maas bis zu der Merkel, von der taz bis zu der BILD:

//:Volksvertreter und die Medien hetzen gegen das eigene Volk.://

 

Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang

sollen in der Welt behalten ihren alten schönen Klang;

uns zu edler Tat begeistern unser ganzes Leben lang.

//:Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang.://

 

Enigkeit und Recht und Freiheit für das Deutsche Vaterland!

Danach laßt uns alle streben brüderlich mit Herz und Hand!

Enigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand.

//:Blüh im Glanze dieses Glückes blühe deutsches Vaterland!://